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Aktuelles :: vom Lübecker Bach-Chor
    



" Anton Bruckner: Messe d-Moll & Nigel Westlake: Missa solis "

am Samstag, 17. November um 20.00 Uhr in St. Aegidien



Am Samstag, den 17. November wird der Lübecker Bach-Chor mit einem herausragenden Konzert um 20.00 Uhr in St. Aegidien aufwarten. Es steht die selten aufgeführte erste Messe von Anton Bruckner in d-Moll und die "Missa solis" des australischen Komponisten Nigel Westlake auf dem Programm. Der Lübecker Bach-Chor musiziert gemeinsam mit Mitgliedern der Lübecker Philharmoniker und einem Knabensopran der Lübecker Knabenkantorei. Die Leitung hat Kirchenmusiker Eckhard Bürger.

Mit der d-Moll-Messe gelang Bruckner (1824 - 1896) im Dezember 1864 ein wichtiger und prägender Erfolg in seiner Laufbahn als Komponist: nachdem sie im November im Dom zu Linz unter seiner Leitung uraufgeführt wurde, erbrachte ihre Wiederholung 3 Wochen später im Konzertsaal eine weitere große Anteilnahme, die Zeitung sah darin "das Ausgezeichnetste, was seit langem in diesem Fache geleistet wurde". Die Aufführung 1867 in der Wiener Hofburgkapelle erbrachte ihm den Auftrag zu einer weiteren Messe. Er hat sie in späteren Jahren noch etwas überarbeitet und ihren Stil als "sehr ernst und frei gehalten" charakterisiert. Aus dem Rückblick zeigt sich, dass Bruckner mir diesem Stück erstmalig seinen persönlichen Stil eindrucksvoll zu Papier brachte, und die Zeitgenossen erkannten das Genie in der Nachfolge von Beethoven und Schubert. Das Motiv beim "Miserere" im Gloria hat er dann viele Jahre später im Adagio seiner 9. Sinfonie verwendet - ein beeindruckender Bogen, den er über sein kompositorisches Leben spannte.

Die Liste der erfolgreichen Filmmusiken und errungenen Preise von Nigel Westlake (*1958) ist lang. Der zunächst als Klarinettist ausgebildete Musiker hatte ein Studium der Filmmusik abgeschlossen und ist seit Mitte der 80iger Jahre in diesem Genre in seiner Heimat Australien sehr erfolgreich. So basiert auch seine "Missa solis", seine Sonnenmesse zunächst auf filmischen Klängen. Der tragische Tod seines Sohnes Eli ließ ihn diese Musik 2010 zu einer Messe gestalten. Dabei verwendete er nicht den traditionellen Messtext, sondern stellte Texte aus europäischer (insbesondere von Giovan Leonardo Primavera aus dem 16. Jahrhundert), buddhistischer und ägyptischer Tradition zusammen. Damit gelingt ihm in 8 Sätzen eine große religiöse Zusammenschau, die er seinem verunglückten Sohn als Requiem widmete. Dies ist der Grund, weshalb der Lübecker Bach-Chor dieses außergewöhnliche Werk im November präsentiert. Die weitgespannten Klänge betten den Chor dramatisch ein, die farbige Orchesterbehandlung und das Knabensolo geben dem Werk von gut 40 Minuten Dauer phantastisches Gepräge. Der Lübecker Bach-Chor gestaltet mit diesem Konzert die deutsche Erstaufführung.

Karten zu EUR 22,- 15,- 10,- (ermäßigt: EUR 18,- 12,- 8,-) zzgl. VVK-Gebühren gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen (Klassik-Kontor, Konzertkasse i. Hs. Hugendubel) und
online hier auf der Homepage


" Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium (Kantaten 1 – 3) "

am Sonntag, 16. Dezember um 16.00 Uhr und 19.30 Uhr in St. Aegidien



Der Lübecker Bach-Chor führt das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach auf. In den beiden Konzerten am dritten Adventssonntag, dem 16. Dezember 2018 um 16.00 und 19.30 Uhr erklingen die Kantaten 1 - 3 des Leipziger Thomaskantors. Die Mitglieder des Orchesters werden auf historischen Instrumenten ‚den Ton angeben‘. Außerdem werden die Konzerte ein Fest unseres musikalischen Nachwuchses sein, denn es wirken der Jugendchor sowie die mittlere und die große Kurrende an St. Aegidien mit. Als Solisten konnten Friederike Holzhausen (Sopran), Susanne Krumbiegel (Alt), Tobias Hunger (Tenor) und Yannick Debus (Bass) gewonnen werden, die musikalische Leitung hat Kirchenmusiker Eckhard Bürger.

Karten zu EUR 25,- 19,- 10,- (ermäßigt: EUR 19,- 14,- 8,-) zzgl. VVK-Gebühren gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen (Klassik-Kontor, Konzertkasse i. Hs. Hugendubel) und
online hier auf der Homepage